Freundeskreis Asyl Ölbronn erhält Bürgerschaftspreis 2015

In der Zeitung stand es schon: Unser Ölbronner Freundeskreis Asyl, der sich unter dem Dach der evangelischen Kirchengemeinde Ölbronn organisiert, erhielt mit 7 anderen Initiativen am 10. November den Bürgerschaftspreis 2015 der Sparkassenstiftung „Mit Herz und Hand“ verliehen. Die stolzen Vertreter unserer Gruppe Ursula Binder, Christa Drescher, Ulrich Noller, sowie Laura Bäuerle und Sina Langenstein brachten eine große Urkunde und einen Scheck über 1000,- EURO mit nach Hause, der in dieser Initiative gut angelegt ist.

Der Preis ist eine äußerst verdiente Würdigung der ehrenamtlichen Arbeit, den ein kleiner Kreis von Männern und Frauen seit der Ankunft der ersten Flüchtlinge aus Gambia im April 2014 leistet. Ich freue mich besonders, dass durch diesen Preis öffentlich gezeigt wird, dass diese Initiative einzelner Bürgerinnen und Bürger eine ganz wichtige Arbeit für die ganze Bürgerschaft in Ölbronn-Dürrn und darüber hinaus übernimmt. Denn ohne Hilfe im fremden und komplizierten deutschen Alltag würden diese ohnehin bis über die Grenzen belasteten Menschen in den Erlen und jetzt auch in der Hauptstraße in Dürrn eine Integration nicht schaffen. Die Konsequenz wären Krankheit, Depression oder unkontrollierte Wutausbrüche.

Ich gratuliere dem Freundeskreis Asyl zu diesem Preis und bedanke mich herzlich für das große und vorbildliche Engagement, das auch die Helferinnen und Helfer immer wieder an ihre Grenzen bringt. Sie brauchen unsere Unterstützung und unseren Rückhalt. Beachten Sie bitte deshalb die Einladung zu einem Treffen am 24.11.15, 19.00 Uhr im Steinbeishaus.

Pfarrer Jürgen Götze.

Einladung zu einem Informationstreffen

Freundeskreis Asyl  Ölbronn 

HerzlicheEinladung zu einem Informationstreffen

an alle Interessierten aus Ölbronn und Dürrn

am 24.11. 2015 um 19 Uhr im Steinbeishaus Ölbronn.

In den letzten 2 Wochen sind weitere Asylbewerber nach Ölbronn in die Erlen gekommen: Drei Familien mit 9 Kindern im Alter zwischen 1 und 10 Jahre sowie  ein 20-jähriger junger Mann aus dem Irak und Syrien.

Auch in  Dürrn in der Pforzheimer Straße wurde eine Familie aus Syrien mit 2 Kindern im Alter zwischen 9 Monaten und 4 Jahren sowie eine Familie aus dem Irak mit 4 Kindern im Alter von 1 bis 11 Jahre untergebracht.

 

Wir möchten an diesem Abend über die Menschen und die Situation in den Unterkünften informieren und würden uns auch freuen, weitere Unterstützung bei der Betreuung der Asylbewerber aus der Bevölkerung in Ölbronn und Dürrn zu bekommen, z.B. bei Arztbesuchen, Terminen bei Ämtern,  Übersetzung und Erklärung von amtlichen Schreiben, Deutschunterricht  etc. Auch werden sicher die Kinder, die in die Schule gehen, Hilfe benötigen.

Herzlich bedanken möchten wir uns über die vielen Kleider- und Sachspenden, die wir schon erhalten haben und auch für die tatkräftigen,  spontanen Hilfen und Unterstützungen.

Für den Freundeskreis Asyl

Ulrich Noller

Teenachmittag mit Spiel und Spaß

Zum ersten Teenachmittag mit allen, die Lust auf Spiel, Spaß und Gespräche haben, hatte der Asylkreis Ölbronn-Dürrn am Samstag, 9. Januar ins Steinbeishaus nach Ölbronn eingeladen. Es kamen vor allem Familien aus Syrien und dem Irak mit vielen Kindern, dazu Ehrenamtliche aus Dürrn und Ölbronn und auch einige interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Die Stimmung war sehr entspannt. Kurz nach Weihnachten gab es natürlich jede Menge mitgebrachtes Gebäck, dazu Tee, Kaffee und kalte Getränke. Nach herzlicher Begrüßung durch Pfr. Götze, die von Frau Aliza Ishak aus Dürrn ins Arabische übersetzt wurde, stellten sich alle kurz vor. Frau Ishak übersetzte wieder. Sie spricht arabisch als Muttersprache und wohnt schon seit  15 Jahre schon in Deutschland. Ohne ihre Hilfe ist die Verständigung schwierig, aber mit Mimik, Händen, Zeichnungen und Smartphone kommen doch interessante Tischgespräche zustande.

Die Kinder strahlen und stürzen sich mit Feuereifer auf die angebotenen Spiele. Frau Christa Deuss malt mit einigen. Die Kinder sind mit Hingabe und großer Ausdauer am Werk. Kinder und Erwachsene ganz verschiedener Nationalitäten spielen gemeinsam Brettspiele oder Memory und lernen nebenbei noch deutsch.

Für Flüchtlingsfamilien mit kleineren Kindern ist so ein Teenachmittag mit Spielangeboten genau das Richtige. Die alleinstehenden Flüchtlinge aus Gambia oder Algerien waren hingegen nicht gekommen.

Das Steinbeishaus als zentraler Begegnungsort eignet sich sehr gut für solche Begegnungen. Nachdem sich dort am Sonntag, 3. Januar auch junge Familien aus der Kirchengemeinde zu einem Spielenachmittag für Jung und Alt trafen wird es vielleicht bald zu einem richtigen Familien- und Integrationshaus!